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Niedrigzinsen durch Festgeld vermeiden - Was sind die besten Alternativen?

Ihr Festgeld läuft aus und Sie stellen sich die Frage, was nun? Oder Sie fragen sich, ob Festgeld überhaupt die richtige Anlageform für Sie ist? Damit sind Sie nicht alleine. Zahlreiche Anleger suchen angesichts der geringen Zinsen nach Alternativen für ihre Geldanlage.
Niedrigzinsen durch Festgeld vermeiden - Was sind die besten Alternativen?

Wieso war Festgeld so beliebt?

Festgeld war genauso wie Tagesgeld lange Zeit unangefochten eine der beliebtesten Anlageformen der Deutschen. Es bot eine optimale Anlagemöglichkeit für alle, die über einen definierten Zeitraum sichere Renditen erhalten wollten und über diese Laufzeit nicht auf ihre Ersparnisse angewiesen waren.

Beim Festgeld bleibt der vereinbarte Zins während der gesamten Laufzeit konstant und hängt in der Regel von der Länge des Zeitraums ab. Auch bei sinkenden Zinsen erhalten Sie weiterhin die vereinbarte Rendite. Man bezeichnet Festgeld auch als Termingeld, da das Geld bis zu einem bestimmten Datum angelegt wird. In dieser Zeit können Anleger nicht auf ihr Vermögen zugreifen.

Je länger die Laufzeit einer Festgeldanlage ist, desto höhere Zinsen erhält man auch. Viele Banken begrenzen jedoch die Anlagesumme und zahlen ab einem bestimmten Betrag keine Aufschläge mehr auf die Zinsen. Die Laufzeiten sind in der Regel mindestens einen Monat und maximal zehn Jahre lang. Bei den meisten Banken muss zum Ende der Laufzeit schließlich gekündigt werden, da ansonsten mit einer Wiederanlage zu den gleichen Konditionen gerechnet wird.

Ein großer Vorteil des Festgelds ist sein Sicherheitsaspekt. Wer in Festgeld anlegt, erhält eine Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro. Das angelegte Geld ist so gegen einen Totalverlust geschützt. Für Anleger mit mehr als 100.000 Euro kann dies jedoch auch einen Nachteil darstellen, da es andere Anlageformen ohne Obergrenze gibt.

Lohnt sich Festgeld heutzutage noch?

Die Vorteile klingen zwar erst einmal gut, doch die Phasen, in welchen man mit Festgeld lukrative und gleichzeitig sichere Renditen erwirtschaften konnte, sind vorbei. Das Zinsniveau wird beim Festgeld anhand der aktuellen Marktlage festgelegt. Insbesondere der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) ist ausschlaggebend für die von den Anlegern erhaltene Rendite. Befindet sich das Zinsniveau, wie aktuell, in einem Tief, bleibt die Rendite somit über den gesamten Zeitraum auf einem niedrigen Niveau.

Derzeit erhält man für eine Festgeldanlage über zwei Jahre bei so gut wie keiner Bank Zinsen von über 1 %. Der Großteil der Kreditinstitute bietet seinen Festgeldkunden sogar Zinsen an, die unter 0,5 % liegen. Bei einer Inflationsrate von ungefähr 2 % pro Jahr verliert Ihr Geld dementsprechend sogar deutlich an Wert, solange es auf einem Festgeldkonto liegt. Festgeld als Anlageform ist somit heutzutage nicht mehr zeitgemäß.

Wer mit seinem Kapital Renditen erzielen möchte, welche die Höhe der aktuellen Inflationsrate übersteigen, sollte sich folglich nach einer Alternative zum Festgeld umsehen. Dabei sollten Sie immer die persönliche Risikoneigung und das eigene Anlageziel im Blick haben.

Welche Alternativen zum Festgeld gibt es?

Um Renditen oberhalb des Inflationsniveaus zu erzielen, lohnt es sich, Ihr Geld am Kapitalmarkt in Anleihen, Rohstoffe, Aktien, Immobilien oder entsprechende Fonds anzulegen. Als hervorragende Alternative zu Zinsanlagen wie Festgeld bieten sich Exchange Traded Funds (ETFs) an. Diese automatisierten Fonds bilden bestimmte Indizes wie den DAX oder den S&P 500 ab. Sie bringen durch ihre breite Diversifikation einen guten Grad an Sicherheit mit. Auch wenn Sie hier keine Garantie für eine positive Wertentwicklung in der Zukunft erhalten, zeigt die historische Entwicklung, dass man sich langfristig darauf verlassen kann, dass es an der Börse auch nach Krisen immer wieder aufwärts geht. Zudem sind ETFs deutlich günstiger als Investmentfonds, die von Fondsmanagern verwaltet werden. Studien zeigen, dass sie trotzdem ähnliche oder sogar bessere Renditen erzielen.

Aufgrund der immer wieder eintretenden Schwankungen des Kapitalmarkts spielt der Anlagezeitraum hier eine besonders wichtige Rolle. Sparer sollten Ihr Geld in ETFs langfristig anlegen, denn ein weiter Anlagehorizont ermöglicht es, ein Börsentief auszusitzen, gleicht Schwankungen aus und mindert so das Risiko von Kursverlusten. Verschiedene ETFs in einem Portfolio zu kombinieren, kann darüber hinaus die Diversifikation verbessern und folglich das Risiko weiter minimieren.

Fazit

Festgeld bringt in der aktuellen Situation kaum noch nennenswerte Zinsen, die über das Inflationsniveau hinausgehen. Wer dem Kaufkraftverlust seines Vermögens vorbeugen und mehr Rendite für seine Ersparnisse möchte, kommt nicht umhin, auch etwas höhere Risiken am Kapitalmarkt in Kauf zu nehmen. Ein breit gestreutes ETF-Portfolio bietet sich als eine sinnvolle Alternative. Dieses können Sie mit einigem Aufwand selbst zusammenstellen. Es empfiehlt sich allerdings, hierfür Experten zu Rate zu ziehen.

In Deutschland gibt es inzwischen einige digitale Vermögensverwalter, sogenannte “Robo Advisor”, die sich genau darauf spezialisiert haben. Auch Ginmon zählt dazu. Bei diesen Anbietern können Sie sich für sehr geringe Kosten ein individuell auf Ihr Risikoprofil zugeschnittenes ETF-Portfolio erstellen und automatisiert verwalten lassen.

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