Inflationsrate

Die Inflationsrate misst die Veränderung, beziehungsweise den Anstieg, des allgemeinen Preisniveaus. Gemessen wird sie in einem festen Zeitraum, meistens einem Monat oder einem Jahr, an der Veränderung des Verbraucherpreisindexes, welcher monatlich vom Statistischen Bundesamt berechnet wird.

Berechnung der Inflationsrate

Um die Inflationsrate zu bestimmen, werden die Veränderungen der Preise eines festgelegten Warenkorbs in einem bestimmten Jahr (oder Monat) mit einem Referenzjahr (oder dem entsprechenden Monat in diesem Jahr) verglichen. In Deutschland orientiert sich die Inflationsrate am offiziellen Verbraucherpreisindex. Dieser wird monatlich durch das Statistische Bundesamt berechnet und veröffentlicht. Im Verbraucherpreisindex spiegeln sich alle durch deutsche Privathaushalte konsumierten Dienstleistungen und Waren anteilig wider.

Hierbei werden den Produkten, für die im Durchschnitt mehr Geld ausgegeben wird, demnach eine höhere Bedeutung zugemessen. Das bedeutet, Preisänderungen bei Strom, Wasser und Wohnungsmieten fallen schwerer ins Gewicht, als beispielsweise Veränderungen der Preise für Essen im Restaurant oder andere Freizeitaktivitäten. Die Zusammensetzung des Warenkorbs kann sich im Laufe der Jahre verändern. Die prozentuale Inflationsrate ist von der absoluten Veränderung des Preisindexes zu unterscheiden: Steigt der Preisindex zum Beispiel um zehn Indexpunkte von 200 auf 210, beträgt die Inflationsrate 5%.

Aktuelle Entwicklung der Inflationsrate in Deutschland

Besonders in Hinblick auf die durch Wirtschaftsexperten erwartete Rezession zeichnet sich ein Rückgang der Inflationsrate ab. Auch in den offiziellen Daten des Statistischen Bundesamts der vergangenen Monate zeichnet sich dies ab. Die Inflationsrate in Deutschland scheint, als Reaktion auf die Verbreitung des Coronavirus und die damit einhergehenden Veränderungen der Konsumverhaltens  innerhalb der Bevölkerung, vorerst zu sinken.

Entwicklung der Inflationsrate in Deutschland von April 2019 bis März 2020

Hyperinflation

Von einer Hyperinflation ist in der Regel die Rede, wenn die monatliche Inflationsrate 50% überschreitet. Diese entsteht durch starke Preisanstiege, welche zusätzlich durch resultierende Panik bestärkt werden. Wird der Wert des Geldes so massiv reduziert wie bei einer Hyperinflation, versuchen Verbraucher, ihr Geld schnell in Umlauf zu bringen. Diese Handlungen verstärken die Entwicklung zusätzlich, sodass das Vertrauen in die Währung sowie die Wirtschaft zusammenbrechen. Lösen lässt sich dieses Szenario meist nur durch die Einführung einer neuen Währung.