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Was sind Social Bonds?

Ein sogenannter Social Bond (auch Social Impact Bond) stellt einen Vertrag mit einer Regierungsbehörde oder der öffentlichen Hand dar. Während bei grünen Anleihen die Erlöse in Projekte fließen, welche der Umwelt zugutekommen, haben Sozialanleihen das Ziel, Projekte mit sozialen Zwecken zu finanzieren. Anleihen, die sowohl grüne als auch soziale Zwecke berücksichtigen, bilden die Schnittmenge und werden als Sustainability Bonds bezeichnet.
Was sind Social Bonds?

Social Bonds - die etwas andere Anleihe:

Die “International Capital Market Association” hat die sogenannten Social Bonds Principles entwickelt, welche bei der Emission von Sozialanleihen weltweit als Maßstab betrachtet werden. Dabei werden Social Bonds als “festverzinsliche Instrumente, deren Erlöse ausschließlich zur teilweisen oder vollständigen Finanzierung oder Refinanzierung neuer und/oder bestehender förderungsbedürftiger sozialer Projekte verwendet werden” definiert.

Quelle: Ginmon; Bloomberg; Stand: 30.09.2021

Im Jahr 2020 summierten sich die ESG-Anleiheemissionen auf ein Rekordhoch in Höhe von 521.7 Milliarden US-Dollar. Das Wachstum nachhaltiger und sozial verantwortungsvoller Schuldverschreibungen ist im letzten Jahrzehnt vorwiegend auf Green Bonds und Green Loans zurückzuführen gewesen. Besonders auffällig ist die Versiebenfachung der Emissionen von Social Bonds im Jahr 2020. Grund hierfür war die Corona-Pandemie, welche eine Vielzahl sozialer Probleme enorm verstärkt bzw. überhaupt erst zum Vorschein gebracht hat.

Wofür werden Social Bonds genutzt?

Social Bonds hatten ihren bisher größten Auftritt während der Corona-Pandemie. Um die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt abzufedern, wurden Lohnzahlungen und Kurzarbeit in Unternehmen durch den Staat subventioniert. Großzügige Kurzarbeits- und Freistellungsregelungen ermöglichen es Arbeitnehmern im Job zu bleiben, Unternehmen können die Lohnkosten temporär senken und letztendlich werden so mögliche finanzielle Einbußen für die Haushalte begrenzt. Ergänzend zu national bestehenden Programmen hat die Europäische Union die Initiative SURE (Support to mitigate Unemployment Risks in an Emergency) ins Leben gerufen. Mit diesem Programm hat die EU von 19 Mitgliedsstaaten insgesamt ca. 90 Milliarden Euro in Form von Darlehen bereitstellen können. Das Ziel von SURE ist es, die schlagartig angestiegenen Kosten durch den Erhalt von Arbeitsplätzen zu finanzieren.

Die SURE-Bonds mit einer Laufzeit von 5, 10, 15 und 30 Jahren wurden in insgesamt sechs Runden ausgegeben. Die Anleihen sind an der Luxembourg Green Exchange, der weltweit führenden Plattform für nachhaltige Wertpapiere, gelistet. Das Interesse der Anleger an diesen Instrumenten war so groß, sodass sie in der ersten Emissionsrunde bereits dreizehnfach überzeichnet wurden. Ein Grund dafür ist die als ausgezeichnet bewertete Kreditqualität mit der Rating-Note AAA, nicht zu unterschätzen ist aber die Gewissheit, dass das investierte Kapital zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit eingesetzt wird und somit sozialen Mehrwert schafft.

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