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Corona – die Zweite (oder Dritte?)

Dem ein oder anderen Anleger dürfte der März dieses Jahres wohl noch lebhaft in Erinnerung sein. Die Ausbreitung von Covid-19 hat nicht nur uns alle kalt erwischt, sondern auch die globalen Finanzmärkte.

Neuer Lockdown – neuer Crash?

Dem ein oder anderen Anleger dürfte der März dieses Jahres wohl noch lebhaft in Erinnerung sein. Die Ausbreitung von Covid-19 hat nicht nur uns alle kalt erwischt, sondern auch die globalen Finanzmärkte. Durch die erneut steigenden Fallzahlen vor allem in Europa steigt auch wieder die Angst vor einem erneuten Crash an den Märkten. Zusätzlich belasten die neuen Regelungen für Lockdowns die Gemüter der Anleger. Dieses Mal scheint jedoch etwas anders zu sein, denn trotz der deutlich höheren täglichen Neuinfektionen als im ersten Lockdown, ist bislang kein Crash in Sicht.

Doch wieso reagieren die Börsianer dieses Mal so entspannt? Ein Blick nach Amerika kann zur Erklärung helfen: Durch die sprunghaft ansteigenden Fallzahlen in Europa ist nun die zweite Welle angekommen, die USA sind aber bereits in der dritten Welle. Im Kontrast zu Europa konnten sich die USA nie von der ersten Welle erholen, die täglichen Neuinfektionen befanden sich das ganze Jahr über auf einem konstant hohen Niveau. Das konnte die Stimmung an den Börsen jedoch nicht trüben.

Quelle: Ginmon, WHO; Stand 25.10.2020

Auch haben die meisten Anleger bereits mit wieder steigenden Infektionszahlen gerechnet, wodurch die “überraschenden” Ankündigungen von Lockdowns an den Märkten bereits eingepreist gewesen waren.

Die neuen Restriktionen sind nicht so radikal wie zu Beginn des Jahres, weshalb auch die volkswirtschaftlichen Einbußen für die einzelnen Länder nicht so dramatisch ausfallen dürften.

Nicht zuletzt waren nun auch die Notenbanken deutlich besser auf die möglichen Verläufe der Pandemie vorbereitet. Die EZB und die amerikanische Federal Reserve konnten die Märkte in den vergangenen Monaten durch groß angelegte Hilfsprogramme stabilisieren und sind auch bereit, dies weiterhin zu tun.

Sind die Märkte immun gegen Corona?

Das Risiko von Abschwüngen an den Börsen ist natürlich immer gegeben und vollkommen immun gegen Corona sind die Märkte nicht. Jedoch sollte die Lage möglichst von Emotionen befreit betrachtet werden: Staaten, Notenbanken und Anleger sind auf steigende Fallzahlen und weitere Lockdowns vorbereitet.

Das lässt sich auch sehr gut an der Entwicklung der globalen Aktienindizes erkennen. Der Corona-Crash im ersten Quartal 2020 hat für heftige Kurseinbrüche gesorgt, da die Börsen dieses unerwartete Ereignis erst einmal verdauen mussten.

Die nachfolgenden Interventionen der einzelnen Staaten sowie der globalen Notenbanken haben die Märkte jedoch stabilisieren können. Wieder steigende Fallzahlen bzw. eine rasch folgende zweite Welle in den USA konnten die Märkte nicht sonderlich beeindrucken. Denn dies war bereits erwartet worden. Auch die sich anbahnende dritte Welle in den USA scheint kaum eine Reaktion hervorzurufen.

Zudem dürfen Anleger trotz der recht ordentlichen Erholung nicht vergessen, dass die meisten Aktienmärkte ihr Vorkrisen-Niveau immer noch nicht erreicht haben. So befinden sich Europa und der pazifische Raum in 2020 nach wie vor im Minus. Auch andere Regionen bewegen sich erst seit kurzer Zeit über der Null-Linie.

Quelle: Ginmon, S&P 500, STOXX Europe 600, MSCI World EM IMI, MSCI Pacific ex Japan; Stand 25.10.2020

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