Dividende

Die Dividende ist der auf eine Aktie entfallende Anteil am Gewinn, der meist jährlich ausgeschüttet wird. Mit einer Dividende werden also Anleger einer Aktiengesellschaft am Gewinn beteiligt. Vor allem langfristig lohnen sich solche Aktienkäufe, da sie eine höhere Rendite aufweisen, als beispielsweise Anleihen. Was eine Dividendenrendite ist und welche Aussagekraft die Höhe der Dividende auf den Erfolg des Unternehmens hat, erfahren Sie hier.

Was ist eine Dividendenrendite und wie errechnet sich diese?

Die Dividendenrendite wird oft mit dem Zins verglichen, denn diese gibt an, wie viel Geld die Anleger am Ende erhalten. Aber Vorsicht: nicht jedes Unternehmen zahlt eine Dividende aus, da Gewinne nicht zwangsläufig ausgeschüttet werden müssen. Vor allem Tech-Unternehmen wie Amazon reinvestieren ihre Gewinne wieder in das eigene Unternehmen, um so schneller zu wachsen.
Die Höhe Ihrer Dividende hängt davon ab, wie viel Geld sich in der Kasse des Unternehmens befindet. Auf Basis dieser Zahl wird vom Vorstand der Aktiengesellschaft ein Dividendenvorschlag gemacht, über den in der Hauptversammlung durch die Aktionäre abgestimmt wird.

Die Dividendenrendite berechnet sich dann durch den jeweiligen Aktienkurs. Konkret bedeutet dies: Die vereinbarte Dividende wird durch den aktuellen Aktienkurs dividiert und anschließend mit 100 multipliziert.

Für jeden Euro, den Sie in diesem Beispiel in das Unternehmen in Form von Aktien investiert haben, erhalten Sie 3,57 Cent Dividendenrendite. Die Ausschüttung eines Unternehmens schwankt im Laufe der Jahre, abhängig vom finanziellen Erfolg des Unternehmens.

Was sagt die Höhe der Dividende über ein Unternehmen aus?

Dividenen stellen einen Anhaltspunkt für die Beurteilung der wirtschaftlichen Stärke eines Unternehmens dar. Aus diesem Grund werden Dividenden manchmal ausgeschüttet, auch wenn das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr aus betriebswirtschaftlicher Perspektive keinen Gewinn erzielen konnte.

Ein Unternehmen sollte im Idealfall die Ausschüttungsquote daran messen, wie viel des Überschusses nicht für Investitionen oder zur Schuldentilgung verwendet werden kann. Unternehmen, die einen großen Investitionsbedarf haben, weiter wachsen oder sich entschulden wollen, schütten in der Regel trotz Betriebsgewinn nur geringe oder gar keine Dividenden aus. Unternehmen, die nicht mehr wachsen können oder nur geringe Investitionen tätigen, können praktisch ihren gesamten Gewinn als Dividende ausschütten.

Diese Unternehmen weisen also oft vergleichsweise hohe Dividendenrenditen auf, obwohl sie nicht unbedingt einen höheren Gewinn erzielt haben oder profitabler sind. Also kann ebenfalls passieren, dass die aktuelle Dividende nicht mit dem Geschäftserfolg eines Unternehmens übereinstimmt. Dies geschieht zum Beispiel, wenn Ereignisse eintreten, die erzielte Gewinne aufzehren. In solchen Fällen wird die Dividende oft in voller Höhe weitergezahlt, um die Aktionäre zufriedenzustellen.

Fazit

Die Dividendenrendite gibt an, wie viel Geld die Anleger letztendlich erhalten. Jedoch muss beachtet werden, das nicht jedes Unternehmen eine Dividende auszahlt. Die Höhe der Dividende hängt allgemein davon ab, wie viel Geld sich in der Kasse des Unternehmens befindet. Obwohl Dividenden einen Anhaltspunkt zur Beurteilung der wirtschaftlichen Stärke eines Unternehmens bieten, sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Auch Unternehmen, die vergleichsweise hohe Dividendenrenditen aufweisen, haben nicht zwingend einen höheren Gewinn erzielt oder sind im Allgemeinen profitabler.