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Ginmon World Economy Index - Marktkommentar September 2021

Der Ginmon World Economy Index (Ginmon WEI) ist ein breit diversifizierter Index, der 8.548 Einzelwerte aus 38 Ländern abbildet. Seine einzigartige Methodologie ermöglicht es, die realwirtschaftlichen Zustände der Weltwirtschaft deutlich besser abzubilden als herkömmliche Standard-Indizes wie der MSCI World oder der MSCI All Country World Index (ACWI). In diesem Marktkommentar vergleichen wir die Entwicklung des Ginmon WEI mit der Entwicklung des MSCI ACWI für den September 2021.
Ginmon World Economy Index - Marktkommentar September 2021

Ginmon WEI wieder an der Spitze

Der September 2021 war sowohl für den Ginmon WEI als auch den MSCI ACWI ein relativ schwacher Monat. Zwar waren die Entwicklungen in der ersten Handelswoche positiv, das drehte jedoch und sorgte auf Monatssicht bei beiden Indizes für Verluste. Zur Mitte des Monats mussten beide Indizes mit einem Einbruch kämpfen, der Ginmon WEI konnte sich aber stärker erholen und den Monat mit einem Minus von nur 0,70 % abschließen. Den MSCI ACWI hat es etwas härter getroffen. Er schließt den September mit einem Minus von 1,93 % ab.

Quelle: Ginmon, Stand: 04.10.2021

Durch die Schwäche des MSCI ACWI konnte sich der Ginmon WEI auf Jahressicht wieder an die Spitze kämpfen. Den in den letzten beiden Monaten aufgebauten Vorsprung konnte der MSCI ACWI nicht halten. Der Ginmon WEI lag Ende September bei einem Zuwachs von 18,66 % seit Jahresanfang, der MSCI ACWI konnte im gleichen Zeitraum um 18,63 % zulegen. Zwischen den beiden Indizes liegt damit eine hauchdünne Distanz von 0,03 %. Es bleibt also bis in das letzte Quartal 2021 noch spannend, welcher Index sich besser entwickeln wird.

Quelle: Ginmon, Stand: 04.10.2021

Wie lassen sich diese Entwicklungen erklären?

Betrachtet man die Entwicklungen der Regionen im September 2021, erhält man ein recht durchmischtes Bild. Besonders auffällig ist, dass US-Aktien in diesem Monat einen Verlust von 2,23 % verkraften mussten, was von den vergangenen sonst starken Monaten abweicht. Jedoch sind US-Aktien hier nicht allein, auch kleine Unternehmen (-0,92 %), Schwellenländer (-1,10 %) und Ozeanien (-2,45 %) verzeichnen Verluste. Mit einem Verlust von 3,49 % und 3,53 % sind Immobilien respektive europäische Werte die Verlierer des Monats. USA und Europa hatten im September 2021 mit steigender Inflation und einer sich anbahnenden Energiekrise zu kämpfen.

Immobilienwerte haben durch den möglichen Ausfall des chinesischen Unternehmens Evergrande global Verluste erlitten. Evergrande ist das höchst verschuldete Unternehmen der Welt und der größte Immobilienentwickler Chinas. Ein potenzieller Ausfall könnte weitreichende Folgen für den Immobiliensektor, das Land China und somit schlussendlich die globale Wirtschaft haben. Lediglich Japan (4,44 %) und Rohstoffe (5,48 %) konnten den September 2021 mit einem Plus abschließen. In Japan wurde ein neuer Premierminister gewählt, was den lokalen Markt beflügelte. In den Medien war die Rede vom “Fumio Kishida”-Effekt, der hundertste Premierminister Japans soll die Wirtschaft auf Erholungskurs bringen. Rohstoffe profitieren nach wie vor von den global gehemmten Lieferketten und Engpässen bei essenziellen Rohstoffen. Zusätzlich hat eine sich anbahnende Energiekrise in Europa die Preise für Öl und Gas in die Höhe schießen lassen.

Durch die breite Streuung des Ginmon WEI konnte die Schwäche einiger regionaler Aktienmärkte relativ gut weggesteckt werden. Zusätzlich konnte er, ganz im Gegensatz zum MSCI ACWI, voll vom weiteren Anstieg der Rohstoffpreise profitieren. Der MSCI ACWI basiert zu großen Teilen auf der Entwicklung von US-Aktien, was ihn im September 2021 Rendite gekostet hat. Sollten US-Aktien weiter straucheln, könnte sich die geringere Diversifikation rächen. Umgekehrt sollten Anleger besonders jetzt auf breite Streuung setzen, um so keine Chancen zu verpassen und Risiken zu minimieren.

Quelle: Ginmon, Stand: 04.10.2021

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