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Ginmon World Economy Index - Marktkommentar November 2021

Der Ginmon World Economy Index (Ginmon WEI) ist ein breit diversifizierter Index, der 8.548 Einzelwerte aus 38 Ländern abbildet. Seine einzigartige Methodologie ermöglicht es, die realwirtschaftlichen Zustände der Weltwirtschaft deutlich besser abzubilden als herkömmliche Standard-Indizes wie der MSCI World oder der MSCI All Country World Index (ACWI). In diesem Marktkommentar vergleichen wir die Entwicklung des Ginmon WEI mit der Entwicklung des MSCI ACWI für den November 2021.
Ginmon World Economy Index - Marktkommentar November 2021

MSCI ACWI baut Vorsprung aus

Der November 2021 war sowohl für den Ginmon WEI als auch den MSCI ACWI von Volatilität geprägt. Auf eine positive Entwicklung zu Beginn folgte Mitte des Monats eine Seitwärtsphase, während der sich der MSCI ACWI vom Ginmon WEI absetzen konnte. Zum Monatsende erfolgte an den weltweiten Börsen ein Kurseinbruch, welcher für den Ginmon WEI etwas stärker ausfiel. Unter dem Strich kommt der MSCI ACWI auf eine Performance von 0,49 % während der Ginmon WEI mit -1,31 % einen Verlust verzeichnete.

Quelle: Ginmon, Stand: 07.12.2021

Nachdem der MSCI ACWI zum Ende des letzten Monats bereits 2,07 % Vorsprung hatte, konnte er im November diesen weiter ausbauen. Auf Jahressicht liegt der MSCI ACWI damit bei einer Kurssteigerung von 24,78 % während der Ginmon WEI lediglich 20,51 % zugelegt hat. Damit ist die Differenz zwischen den Indizes so groß wie das ganze Jahr nicht und beträgt 4,27 %. 

Quelle: Ginmon, Stand: 08.11.2021

Wie lassen sich diese Entwicklungen erklären?

Wirft man einen Blick auf die absoluten Entwicklungen, ist der November nach dem September der zweitschlechteste Börsenmonat des laufenden Jahres. Die Entdeckung einer neuen, als hoch ansteckend vermuteten Mutation von Covid-19 hat die Stimmung an den Kapitalmärkten schlagartig verschlechtert. Umgekehrt hat die Wiederernennung von Jerome Powell zum Vorsitzenden der amerikanischen Zentralbank als auch die Bekanntgabe der schrittweise geplanten Zurücknahme der lockeren Geldpolitik den amerikanischen Märkten zu einem Plus von 2,12 % verholfen. Die registrierten Neuinfektionen mit Covid-19 haben in der Europäischen Union im November einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie erreicht. Verschärfungen von Maßnahmen in vielen Ländern sowie (Teil-)Lockdowns in einzelnen Nationen haben auf Monatssicht zu Kursverlusten von -2,69 % beigetragen. Auch bei Schwellenländern haben die Sorgen vor der neuen Mutation von Covid-19 für Verluste von 1,42 % gesorgt. Mit -4,91 % verzeichnet Ozeanien das größte Minus. Japan erzielt ebenfalls mit -1,81 % ein negatives Ergebnis. Durch die neue Omikron-Variante hat Japan erneut seine Grenzen für Reisende geschlossen. Kleine Unternehmen verzeichnen im November einen Verlust von -2,65 %.

 

Auch Rohstoffpreise sind im November um 3,63 % gefallen. Die Angst vor einem neuen Herunterfahren der Wirtschaft hat besonders den Preis von Rohöl fallen lassen. Neben US-amerikanischen Aktien konnten nur Immobilien den Monat mit einem Plus von 0,45 % abschließen.

 

Da die Allokation des Ginmon WEI auf Basis des BIP-Anteils der jeweiligen Region an der gesamten Weltwirtschaft erfolgt, ist das Gewicht von US-Titeln deutlich niedriger als im MSCI ACWI, wodurch sich schlechtere Performance erklären lässt.  Gleichzeitig haben die kleinen Unternehmen, welche im MSCI ACWI nicht enthalten sind, während des letzten Monats eine unterdurchschnittliche Rendite erzielt, was sich ebenfalls auf die Differenz zwischen den Indizes ausgewirkt hat. Eine positive Performance der Immobilien konnte dies nicht ausgleichen. Es bleibt spannend, wie sich die Omikron-Variante weiter auf die Kapitalmärkte auswirken wird und welcher der beiden Indizes am Ende des Jahres vorne liegen wird.

Quelle: Ginmon, Stand: 08.11.2021

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